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METRO Wein- und Fischwelt |
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Persönliches
Geboren am 26.6.1944 in Mautern/Donau
Nach Absolvierung von Volks-, Haupt- und Mittelschule, ab 1964 in der Textilindustrie tätig (bei Eybl Textilwerke AG) und dort Produktmanager (mit Prokura), Vertriebsleiter und zuletzt Spartenleiter, bis 1994.
1995/1996 Prokurist bei Sani-Deco/St. Pölten, anschließend (Ende 1996) erfolgt der Umstieg in die Weinbranche.
Bis Ende 1997 Direktor des Weinkolleg Kloster Und. Danach Trainer und Gastreferent an zahlreichen weiterbildenden Institutionen (Weinakademie Österreich, NÖ. Weinakademie, Ursin Haus/Langenlois, Loisium/Langenlois, Kloster Und/Krems, Managementinstitut der Industrie, Institut Venetia (alle Wien), div. VHS, Julius Meinl Akademie/Wien, Billa-AG Schulungszentrum/Wiener Neudorf, Kastner GroßhandelsgesmbH/Zwettl u.v.a.).
In der Zwischenzeit sind die ersten Bücher des Verfassers erschienen:
- Weinbrevier (1988) - der humorvolle Einstieg in Sachen Wein; 4. Auflage
- Das ABC der Weinsprache (1991) - von ALLES ÜBER WEIN, dem größten deutschsprachigen Weinmagazin, als "bester greifbarer Band zum Thema" bezeichnet; 3. Aufl.
- Weinkost (1994) - eine Persiflage auf echte und selbsternannte Kostexperten; 2. Aufl.
- Der Weinkenner e.h.* (1998) - ein Leitfaden zur Weinkennerschaft (*ernst & heiter); 1.Aufl.
- Weinwelten (2001) - Über den "Welt-liner" und andere Rebensäfte - Leitfaden zur Weinkennerschaft / 2. Teil; 1. Aufl.
- Der Weinpfarrer Denk (2001) - "Beichtgespräche" mit dem Oberhirten des Weines; 1. Aufl.
- Onkel Theophils heitere Weinbriefe (2006) - Ein vergnüglicher Exkurs für Weinkenner und alle, die es noch werden wollen; 1. Aufl.
Auszeichnungen:
2001: Große Ehrennadel in Gold der Stadt Krems
2004: Erster Wein-Literaturpreis Österreichs: "Vinum et
Litterae"
2005: Bacchus-Preisträger - höchste Auszeichnung der
heimischen Weinwirtschaft
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Von Kork bis Glas. Drei Alternativen und eine Innovation.
Kork
Klassiker. Naturmaterial, gutes Image, 75% der jährlich zwei Milliarden Flaschen Wein (Inlandsmarkt) haben Korkverschluss. „Korkiger“ Wein: Schuld kann falsche Abfüllung oder Lagerung sein. Bei Metro gibt es eine Umtauschgarantie.
Drehverschluss
Elegant, praktisch. Die Verschlüsse bestehen aus Aluminium und PVC- Dichtung. Schnell und leicht zu öffnen, gut wieder zu verschließen. In der Schweiz längst etabliert. VDP-Weingüter verwenden Drehverschlüsse mit Erfolg.
Kunststoff
Der Kompromiss. Sieht aus wie ein Korken, ist aber Kunststoff. Ein Schaumkern wird von einem zweiten, glatteren Kunststoff umhüllt. Lässt sich mit herkömmlichen Korkenziehern öffnen. Reagiert sehr empfindlich auf Temperaturunterschiede.
Glas
Die Neuheit, allerdings teuer. Zurzeit in der Erprobungsphase. „Vino-Lok“ sieht aus wie ein Schmuckstück. Eine Aluminiumkappe sichert den Glasstopfen. Kein Flaschenöffner nötig. Eine geöffnete Flasche lässt sich so luftdicht wieder neu verschließen.
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Eine oft gestellte Frage und viele Konsumenten sind schon bei der Aussprache von DAC verunsichert (richtige Aussprache wie ABC, aber eben DAC). DAC steht für Districtus Austriae Controllatus (Kontrollierte österreichische Herkunft) und ist die Österreichische Variante des Herkunftsprinzips (siehe AOC in Frankreich, DO in Spanien und DOC in Italien). Mit der Einführung von Herkunftswesen in Österreich werden bestimmte Herkunftsangaben mit klar definierten Geschmacksprofilen verbunden. Kurz gefasst kann man das als gebietstypischen Qualitätswein definieren. Davon verspricht sich die Weinwirtschaft eine wesentlich klarere Information für die Konsumenten mit dem Ziel, die Kaufentscheidung zu erleichtern. Weine mit einem typischen Geschmacksprofil sollen wieder erkannt und zugeordnet werden können. Der Regionname tritt gegenüber der Rebsorte in den Vordergrund (siehe Chianti, Chablis oder Rioja), die Herkunft ist quasi wie ein Markenzeichen. Die soll im internationalen Wettbewerb mehr Aufmerksamkeit schaffen, um sich langfristig am Markt besser zu behaupten.
WEINVIERTEL
Beim Weinviertel DAC hat man sich auf Grüner Veltliner als herausragenden, regionaltypischen Vertreter geeinigt. Laut Definition soll er hellgelbe oder grüngelbe Farbe besitzen, fruchtig, würzig, pfefferig, trocken sowie frei von Barrique- oder Holzgeschmack sein. Der Alkoholgehalt muss mindestens 12% vol. betragen und darf nur in Glasflaschen zu 0,75 Liter oder einem Vielfachen davon abgefüllt zu werden. Weine von noch höherer Qualität können zusätzlich zum Weinviertel DAC Ortschafts- und Lagenbezeichnungen tragen.
Immer Besser - Grüner Veltliner aus dem Weinviertel
Es ist ein weites Land, das Weinviertel. Sanfte Hügel, abwechselnd durch Wiesen, Felder und Weingärten fruchtbar gemacht, prägen die Landschaft. Kunst- und kulturhistorisch wertvolle Orte und Kleinstädte laden zum Entdecken ein. In den zahlreichen Kellergassen, den Dörfern ohne Rauchfang, werden in der warmen Jahreszeit stets freudvolle Weinfeste gefeiert. Hier kann man als Außenstehender auch ein wenig die Mentalität der freundlichen, aber zuweilen vorsichtigen und abwartend verhaltenen Weinviertlern kennen lernen.
Es ist ein erdverbundener Menschenschlag, vor allem, je mehr man sich von der Großstadt Wien weg bewegt und tiefer ins weite Land vordringt. Interessanterweise finden sich die Attribute der Zurückhaltung und Erdigkeit auch in zahlreichen Weinviertler Weinen wieder. Erdige Aromen, zuweilen herber Charme und eher selten explosive Fruchtbomben kann man hier verkosten. Man muss sich schon ein wenig in die Weine vertiefen, um ihr ganzes Spektrum an Kraft, Finesse und den Charakter für sich zu entdecken.
Vom Brünnerstraßler zum DAC
Grüner Veltiner besitzt im Weinviertel eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Rund die Hälfte der gesamten österreichischen Produktion von Veltiner stammt aus dem Weinviertel. Neben den vielen guten und sehr guten Weinen von zahlreichen, engagierten Winzern, die selbst ihre Weine vermarkten, landete und landete zum Teil noch immer unreifer, saurer Veltliner neben Welschriesling und Weißburgunder als Grundwein in großen Sektkellerein. Und wie es so ist, wenn ein Gebiet quantitativ eine derart wichtige Rolle spielt, ist es um das Image des Weinviertels bis vor wenigen Jahren nicht zu Besten gestanden. Längst vorbei sind zum Glück die Zeiten, als man in Wien "Brünnerstraßler" als Synonym für säuerlich Grünen Veltliner aus dem Weinviertel entlang der Brünner Straße, die von Wien über Wolkersdorf und Poysdorf bis an die tschechische Grenze führt, hörte. Damals konnten die Weine nicht genug Säure besitzen. In jedem Wirtshaus und vielen privaten Haushalten war der Brünnerstraßler anzutreffen, der Großteil der Flaschenfüllungen dem traditionellen Doppler (2- Liter- Flasche) vorbehalten. Mit dem gestiegenen Wunsch nach Qualitätswein wurden diese schweren Flaschen zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Als Herkünfte für Weine aus dem Waldviertel gelten in privaten Kreisen zunehmend die Winzer und Orte, es beinahe schick geworden, über die verschiedenen Herkünfte zu sinnieren.
Nach wie vor Zählt der Winzername als Garantie für gute Weine mehr als eine Herkunftsbezeichnung. Das war schon vor der Einführung des DAC Weinviertel so, ist weltweit nicht anders und wird sich vermutlich auch nicht ändern. Dass das Weinviertel als erstes österreichisches Weinbaugebiet die Bezeichnung DAC eingeführt hat, war für das Gebiet sicherlich ein Segen. Medial stand man im Mittelpunkt der Weinberichterstattung und in der Region selbst sieht man jetzt, dass man als Qualitätsproduzent sein Einkommen steigern kann und es sich auch für viele junge Betriebsnachfolger wieder lohnt, in den Weinbau zu investieren.
MITTELBURGENLAND
Wie wird ein Wein zum "Mittelburgenland DAC"?
Die Blaufränkischtrauben für diesen Wein dürfen ausschließlich im Weinbaugebiet Mittelburgenland geerntet und verarbeitet werden. Darüber hinaus muss der Wein die Kriterien eines österreichischen Qualitätsweins erfüllen und bei der kommissionellen Verkostung zur staatlichen Prüfnummer dem definierten Gebietstypus Blaufränkisch entsprechen.
Weine aus allen anderen Rebsorten oder Blaufränkisch, die nicht dem Gebietstyp entsprechen, können weiter als Qualitätsweine mit der Herkunft Burgenland vermarktet werden.
Was charakterisiert einen Mittelburgenland DAC?
Neben der fruchtig, würzigen Aromatik und einem Mindestalkohol von 12,5% definiert sich der Mittelburgenland DAC für den Fachmann auch durch einen kontrolliert geringeren Apfelsäuregehalt und einen maximalen Restzucker von 2,5 g / L.
Für einen Mittelburgenland DAC sind folgende Zusatzbezeichnungen zulässig:
Classic –
Unter Bezeichnung Classic findet man einen Blaufränkischen mit fruchtbetont, würzigem Geschmack, der im traditionellen großen Holzfass und/oder im Stahltank ausgebaut wurde und daher keinen "Barriqueton" aufweist. Der Wein darf nicht vor dm 1.März auf die Ernte folgenden Jahres auf den Markt gebracht werden.
Riede oder Marke –
Mit einer Riede- oder Markenbezeichnung wird ein kräftigerer Blaufränkisch-Stil gekennzeichnet. Im Unterschied zum Classic dürfen die Weine, durch den Ausbau in gebrauchten Barriques, einen leichten Holzton erhalten. Der Wein darf erst ab Juni des auf die Ernte folgenden Jahres vermarktet werden.
Reserve –
Mit Reserve werden die gehaltvollsten Blaufränkisch mit einem Mindestalkohol von 13% gekennzeichnet. Diese Weine dürfen auch in neuen kleinen Holzfässern ausgebaut werden und dürfen nicht vor dem 1.März des zweiten auf die Ernte folgenden Jahres an den Verbraucher abgegeben werden.
Wie schmeckt der Mittelburgenland DAC?
Der traditionelle, gebietstypische Blaufränkische aus dem Mittelburgenland besitzt eine farbintensive, dunkle rubinrote Farbe. Das komplexe Bukett vereint Aromen von Brombeeren, dunklen Kirschen und Schwarzbeeren kombiniert mit würzigen Anklängen, die an Kräutern und Minze erinnern. Rauchige Noten eines Barriqueausbaus werden durch die Dichte und Aromenvielfalt des Blaufränkischen perfekt integriert. Die ausgeprägte Frucht wird am Gaumen von einem balancierten Säurespiel getragen. Im Abgang präsentiert sich der Blaufränkisch mit einem saftigen markanten Tanninkern.
Die Rebsorte verfügt über ein beachtliches Reifepotential.
Die Classic- und Riedenweine bieten innerhalb der ersten fünf Jahre einen optimalen Trinkgenuss.
In der Reserve Kategorie können zarte Röstaromen die vollreife Fruchtaromatik begleiten. Die Lagerfähigkeit der Reserve-Weine liegt zwischen sieben und 15 Jahren.
Wo wächst der Blaufränkisch?
Der autochthone Blaufränkisch entwickelt sein klares Sortenprofil auf den unterschiedlichsten Terroirs. Im Mittelburgenland fühlt er sich sowohl auf schweren, lehmigen Böden, als auch in sandigen von Schotter durchsetzten Lagen wohl. Die Tiefgründigkeit der Böden garantiert ein ausgezeichnetes Wasserspeicherungsvermögen, das die hohe physiologische Reife der Traube fördert. Obwohl die vier Gemeinden Deutschkreuz, Horitschon, Lutzmannsburg und Neckenmart über feine, individuelle Terroirunterschiede verfügen, vereinen sich doch die fruchtgeprägten, zart würzigen Noten des gebietstypischen Blaufränkisch- den Mittelburgenland DAC.
Woher kommt der Blaufränkisch?
Diese Rebsorte wird in Österreich bereits seit Jahrhunderten kultiviert. Der mittelalterliche Namensteil "fränkisch", der auf die Zeit Karl des Großen zurückgeht, soll das Edle der Rebe zum Ausdruck bringen.
Der Blaufränkisch ist bereits im 18. Jahrhundert als wertvolle Keltersorte im Bereich der heutigen Thermenregion beschrieben (Helbing, Prag 1777). Von dort hat er sich mit ziemlicher Sicherheit in die östlichen Gebiete der Kronländer verbreitet. Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Sorte unter dem Namen Limberger auch in Deutschland heimisch. Beide Bezeichnungen verweisen auf eine alte österreichische Abstammung. Aus Lemberg in der Untersteiermark (Slowenien) wurde 1877 Blaufränkische als Lembergerreben nach Deutschland exportiert. Der zweite Name verweist auf die kleine Ortschaft Limberg bei Maissau, wo am Ende des 19. Jahrhunderts ebenfalls "wurzelechte Limberger Blaufränkisch-Reben" zum Verkauf angeboten wurden. Synonyme sind Franconia (Italien), Kekfrankos (Ungarn), Frankovka (Slowakei, Tschechien), Game (Bulgarien) und Crna Francova (Kroatien). Die analytische Ahnenforschung steht noch vor einer Klärung. Ein Elternteil wird in einer Heunisch Kreuzung vermutet. Über die zweite Stammlinie herrscht Unklarheit. Sorten wie Grober, Blauer oder Blauer Zierfandler stehen bei den Experten zur Diskussion.
Ist der Blaufränkisch im Mittelburgenland unverkennbar?
"Über die Analyse und statistische Auswertung von Weininhaltsstoffen, insbesondere von Aromakomponenten und Mineralstoffen, kann die Herkunft des Blaufränkischen aus dem Weinbaugebiet Mittelburgenland eindeutig zugeordnet werden. Auffällig sind dabei die auch aus internationaler Sicht sehr hohen Resveratorlgehalte des Blaufränkische aus dem Mittelburgenland."
Diese Aussage hat Dr. Walter Flak, Leiter des Bundesweinbauamtes in Eisenstadt im Rahmen einer umfassenden Sortencharakterisierungsstudie im Burgenland getätigt. Resveratrol ist ein starkes Antioxidanz, fördert die Reduktion freier Radikaler, verbessert den HDL Cholesteringehalt, schützt damit die Blutgefäße und kann daher das Leben verlängern.
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