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Land des Feuers

Mit „Fireland Foods" betreibt Chili-Experte Richard Fohringer in einer kleinen Ortschaft in Niederösterreich die schärfste Lifestyle-Marke der Welt.

Handgemacht im Mostviertel: die schärfste Natur-Chilisauce der Welt!

Chili kompromisslos: Die Rohstoffqualität bei Fireland
Naturnahe Chilis aus dem Traisental

Das Fläschchen ist klein, mit leuchtend rotem Inhalt gefüllt, einem hübsch gestalteten schwarzen Etikett mit zwei Totenköpfen im Tattoo-Style versehen und sieht auf den ersten Blick recht harmlos aus. Doch wer es öffnet und sich an den Inhalt heranwagt – Vorsichtige und Neulinge nehmen zum Probieren am besten nur ein winziges Tröpfchen auf der Spitze eines Zahnstochers –, begegnet einer Offenbarung der sehr speziellen Art: der „Carolina Reaper“, dem höllisch scharfen Sensenmann aus dem Süden der USA.

Seit 2013 gilt diese Chilisorte mit einem Schärfegrad von bis zu 2,5 Mio. Scoville, der offiziellen Einheit zur Messung der Chili-Schärfe, als die derzeit schärfste der Welt. Rekordhalter war davor die unter Chiliheads legendäre „Bhut Jolokia“ mit einem Schärfegrad von ca. 1,5 Mio. Scoville. Der Inhalt des ominösen Fläschchens mit der vielsagenden Aufschrift „End of Sanity“ („Das Ende der Vernunft“) erreicht „nur“ etwa 200.000–250.000 Scoville, da darin neben der eingemaischten California Reaper nach einer streng geheimen Rezeptur auch noch Weingeistessig, Tomatenmark, Knoblauch, Zwiebel, Zucker, Salz und Gewürze enthalten sind.

Eine Zahl, die auf den ersten Blick vergleichsweise bescheiden wirkt – doch was mehrere hunderttausend Scoville im menschlichen Körper bewirken können, wird selbst bei einer Verkostung in mikroskopischen Kleinstmengen höchst eindrucksvoll klar. Zuerst ist es nur ein sanftes Prickeln auf der Zunge, das dann allerdings bald einem kräftigen Stechen im Gaumen und anschließend einem ausgeprägten, lang anhaltenden Schmerz im ganzen Mundraum weicht, wenn das Capsaicin – jene zu den natürlichen Alkaloiden zählende Substanz, die den Schärfereiz der Chili verursacht – schweißtreibend spürbar seine Arbeit verrichtet.


„Viele Mitbewerber, vor allem aus den USA, verwenden gerne synthetisches Capsaicin für ihre Rekordsaucen mit bis zu 16 Mio. Scoville – ein völlig absurder Wert, wenn man bedenkt, dass die Geschmacksnerven ab einem gewissen Schärfegrad ohnehin nicht mehr differenzieren können“, sagt Richard Fohringer, der mit seinem Unternehmen Fireland Foods in Ruprechtshofen bei Melk seit einigen Jahren nicht nur in Österreich, sondern auch international unter eingefleischten Chili-Aficionados zu den führenden Experten seines Faches gezählt wird. „Unsere End Of Sanity wird hingegen, so wie alle unsere Produkte, nur aus naturnah angebauten Chilis aus unserem eigenen, regionalen Anbau gleich vor der Haustüre hergestellt und basiert auf einer harmonischen Ausgewogenheit von Schärfe und Aroma. Man sollte es kaum glauben, aber die schärfste natürliche, d.h. extraktfreie Chilisauce stammt nicht etwa aus dem Erfinderland USA, sondern aus dem Mostviertel!“ Heute räumt Fohringer von good old Europe aus mit seinen Produkten eine internationale Auszeichnung nach der anderen ab, zuletzt den World Champion Titel 2015 in der Kategorie „Hot-Sauce Carribbean“ mit seiner fruchtig-scharfen, aus Habaneros, Bhut Jolokia, Mangos und Maracujas komponierten „Devilʻs Choice“ Hot-Sauce – „ironischerweise vor einem Jamaikaner, der den 2. Platz belegte“, wie der studierte Ernährungswissenschafter lacht.
Regional: Land des Feuers - bei gourMETRO

Die optimale Harmonie von Schärfe und Geschmack

Richard Fohringer - der Chili Spezialist
Chili - die optimale Harmonie von Schärfe und Geschmack
Angefangen hatte alles vor neun Jahren, als Fohringer von einer Landwirtschaftsausstellung des Kulturpflanzen-Vereins „Arche Noah“ eine Handvoll Chilipflanzen mit nach Hause brachte und zunächst privat mit ersten Saucenrezepten zu experimentieren begann, die er in Einmachgläschen abgefüllt an begeisterte Freunde verschenkte. Bald klopfte allerdings der Marktleiter einer großen Handelskette an seine Tür, und aus dem Experiment wurde Schritt für Schritt, wie Fohringer erzählt, „die schärfste Lifestyle-Marke der Welt“, die heute auf kraftvollem Expansionskurs segelt.

„Scharf essen ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern auch ein Lebensgefühl“, sagt Fohringer, deswegen ist Fireland Foods als Marke für mich zwischen einem Lifestyle-Produkt wie Red Bull und einem kompromisslosen Top-Winzer angesiedelt.“ Seit Kurzem verbindet ihn daher u. a. eine Partnerschaft mit Star-Winzer Leo Hillinger, der als Investor in Fohringers Projekt einer Chili-Erlebniswelt in St. Pölten auf über 400 m2 eingestiegen ist, die noch 2016 eröffnen soll: „Vom Anbau über die Produktion bis zum Produkt-Erlebnis ist hier alles unter einem Dach – das wird eindeutig Österreichs schärfstes Ausflugsziel!“

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