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„Leuchtturmprojekt“ ZERO1:

Wien, 15.9.2016: Mit dem Spatenstich für den neuen Großmarkt in St. Pölten, der 2017 eröffnet werden soll, steht der Großhändler METRO Cash & Carry vor einem internationalen „Leuchtturmprojekt“ – wie es Günther Peitz, Bauverantwortlicher der METRO AG ausdrückt. Der neue Markt wird als „Zero Emission“-Gebäude errichtet und ist voll und ganz dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben. Dabei sind nicht nur im Vergleich zu den bisherigen Märkten grundlegende Änderungen in Konstruktion und Technik vorgesehen, sondern auch in der Gestaltung der Verkaufsflächen. Gebaut wird der neue Markt im Gewerbegebiet St. Pölten, Stattersdorfer Hauptstraße 1, direkt an der Bundesstraße mit Anbindung an die nahe Autobahn.

METRO Cash & Carry baut in St. Pölten neuen „Nullenergie“- Großmarkt in Holzbauweise

 

  • Fassade aus thermobehandeltem Fichtenholz
  • Wesentliche Energieeinsparungen bei Beleuchtung, Heizung und Lüftung
  • Photovoltaikanlage deckt gesamten Energiebedarf
  • Frischeabteilungen mit Marktcharakter
  • Neuer Standort im Gewerbegebiet mit direktem Anschluss an die Autobahn

 

Wohlfühlkonzept außen und innen

Das umfassende Nachhaltigkeitskonzept des neuen METRO Großmarktes wird auf alle Bereiche angewandt und auch für Kunden spürbar sein. Sämtliche Baumaterialien wurden nach ökologischen Standards ausgewählt, das Gebäude selbst wird in Holzbauweise errichtet. „Man könnte den ganzen Markt mit einem Akkuschrauber zerlegen“, zeigt Joachim Fiedler, Geschäftsführer Vertrieb bei METRO und verantwortlich für das Projekt, anschaulich die neue Konstruktionsweise auf. Von weitem wird bereits die merklich anders als bisher gestaltete Fassade aus thermobehandelter Fichte zu sehen sein, die dem gesamten Großmarkt einen deutlich anderen Touch geben soll. „Wir wollten weg von den herkömmlichen blau-gelben Märkten hin zu einem Wohlfühlgebäude, in dem man schließlich eine gewisse Zeit verbringt“, so Joachim Fiedler. Der „Wohlfühlcharakter“ wird auch durch die Gebäudetechnik unterstützt: Fensterflächen, die rund um den gesamten Markt führen, sorgen für deutlich mehr Tageslicht und ermöglichen damit eine Reduktion der künstlichen Beleuchtung. Über eine zentrale Steuerung können sämtliche Fenster geöffnet werden, sodass mittels Querlüftung selbst in Tropennächten das Gebäude ausreichend gekühlt wird. So kann – auch um dem Null-Energie-Anspruch zu genügen – vollständig auf eine Lüftungsanlage verzichtet werden.

 

Nachhaltige Technologie führt auch zu attraktiverem Einkaufserlebnis

Auch bei der Heizung setzt METRO auf neue Technologien: So soll aus dem Nachhaltigkeitsaspekt heraus der neue Großmarkt „nur“ noch bis zu einer Höhe von 2 Metern mit Wärme versorgt werden, die restliche Raumhöhe wird nicht mehr beheizt. „Ab dieser Höhe muss es auch nicht mehr warm sein, hier lagern wir die Ware. Damit können wir auf etwaige Heizaggregate an der Decke verzichten und dies führt neben der Energieersparnis letztendlich zu einem attraktiverem Einkaufserlebnis“, so Joachim Fiedler. Für die Heizung sowie die Aufbereitung des Warmwassers wird die Abwärme der Kältemaschinen benutzt – was ebenfalls wesentlich für die Zero-Emission-Bewertung des Gebäudes ist. Der restliche Energiebedarf wird über die eigene Photovoltaikanlage am Dach selbst generiert – auf der geplanten Fläche wird sogar mehr Energie als für den METRO Markt selbst notwendig erzeugt werden.

 

Außen hui, innen hui!

Nicht nur das ökologische Gewissen der Kunden kommt im neuen METRO Markt auf seine Kosten, das Einkaufserlebnis selbst wird insgesamt neu und attraktiver gestaltet. „Wir gehen in St. Pölten erstmals weg von der in einem Großmarkt klassischen Aufteilung der Flächen“, so Vertriebschef Fiedler. Ein- und Ausgang werden kombiniert und mit einem großzügigen Empfangsbereich ausgestattet. Gleich nach dem Eintritt in den Markt erwartet die Kunden ein 360-Grad-Blick über die gesamte Fläche, sodass man „auf einen Blick sieht wo man hin muss“. Auch bei der Innenausstattung ist nicht mehr viel vom klassischen „Industriebau“ zu sehen, statt des nüchternen grauen Bodens möchte man etwa auch im Innenbereich des Marktes die Holzelemente sichtbar machen, um optisch Wärme ins Gebäude zu bekommen. Auch durch die umlaufenden Fensterflächen bzw. Lichtbänder wird die Verkaufshalle aufgewertet.

Keine großflächig gekühlten Räume mehr – „Kunden müssen nicht mehr frieren“

Bei den Frischeabteilungen wird der Marktcharakter stärker hervorgehoben, sprich diese werden miteinander verbunden und kombiniert, der Kunde kann direkt vom Obst und Gemüse weiter zu den Fisch- und Fleischabteilungen schlendern. Kühlungen werden nur noch dort eingesetzt, wo es tatsächlich notwendig ist – großflächige Kühlräume werden reduziert. So können die Kunden „ohne zu frieren“ in Ruhe bei Fisch und Fleisch gustieren und auswählen.

Bistro und Lounge bieten Möglichkeit zu Verweilen

Ebenfalls unter dem Aspekt des gesteigerten Einkaufserlebnisses wird es in St. Pölten ein Bistro direkt im Markt geben – bisher waren die Restaurants außerhalb der Verkaufsflächen angesiedelt.„Die Kunden sollen sich hier eine Pause während ihres Einkaufs gönnen, gleichzeitig wird das Restaurant auch die persönliche Begegnung zu den Mitarbeitern fördern“, so der Geschäftsleiter des neuen Großmarktes, Walter Hörndler. Über dem Bistro ist eine Art Lounge geplant, die zu informellen Meetings, aber auch für geschlossene Veranstaltungen, wie Produktschulungen oder Cooking-Events genutzt werden kann.



Nachhaltigkeit auch bei der Verkehrsanbindung


Last but not least steht auch das gesamte Verkehrskonzept rund um den neuen Großmarkt unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. So wurden neben Parkplätzen auch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie e-Tankstellen eingeplant; außerdem wird direkt vor dem METRO Markt eine Bushaltestelle eingerichtet. Die Erreichbarkeit per Auto ist am neuen Standort ideal; das Gelände befindet sich direkt an der Bundesstraße 1a und ist nicht weit von der Autobahn.

Impuls für den Wirtschaftsstandort

„Wir sind sehr stolz darauf, dass METRO dieses herausragende Projekt in St. Pölten umsetzt“, betont Bürgermeister Mag. Matthias Stadler bei der Präsentation des ersten Nullenergie-Großmarktes in Holzbauweise des Handelsriesen. „Der Neubau ist nämlich ein wichtiger Impuls für die Stadt, weil mit diesem Vorzeigeprojekt der Wirtschaftsstandort St. Pölten ganz wesentlich aufgewertet und international in den Blickpunkt gerückt wird.“ Der St. Pöltner Bürgermeister geht davon aus, „dass die nachhaltige und ökonomische Bauweise Vorbildwirkung für andere Unternehmen haben wird und darüber hinaus ein Signal gesetzt wird, hier zu investieren.“ Davon wird St. Pölten langfristig sicher profitieren. Die niederösterreichische Landeshauptstadt gilt aber jetzt schon als dynamisch, modern, offen, umweltbewusst und als guter Platz für den Handel. „Mit dem neuen Großmarkt wird das nochmals verstärkt bzw. kann METRO Cash & Carry auch von diesem positiven Image profitieren.“

Durch den Neubau bleiben die 133 Arbeitsplätze bei METRO in St. Pölten langfristig erhalten bzw. besteht die Aussicht, dass sich das Unternehmen in den nächsten Jahren noch besser entwickeln kann und langfristig zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. „Bei METRO entstehen nun neue, moderne Arbeitsplätze und -bedingungen, wie man es sich für ArbeitnehmerInnen nur wünschen kann“, freut sich Stadler für die MitarbeiterInnen.

 

Ehrgeiziges Ziel: Eröffnung im Mai 2017 und Zertifizierung nach BREEAM

Gemeinsam mit St. Pöltens Bürgermeister zeigt sich auch METRO-CEO Arno Wohlfahrter bei der Präsentation des neuen METRO Marktes zufrieden und stolz: „Sie sehen, wir haben viel vor“, resümiert er das ehrgeizige Projekt, das zum internationalen Vorzeigeprojekt in der METRO Welt geworden ist. „Aber immerhin streben wir eine Zertifizierung nach BREEAM “Outstanding“ an – einem ökologischen Benchmark, den nur 1 Prozent aller BREEM-zertifizierten Gebäude weltweit erreichen.“

Spatenstich für den neuen Großmarkt war im September 2016, bereits im Mai 2017 soll die Eröffnung stattfinden. Ob der Zeitplan hält hängt wesentlich von der Witterung ab, denn für die Verarbeitung des Holzes für die Fassade muss es unbedingt trocken sein.
Bereits zweites Zero-Emission-Projekt in Planung

Insgesamt wird der neue METRO in St. Pölten etwa 8.500 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassen, die Baukosten bewegen sich bei rund 20 Millionen Euro. Nachträglich umrüsten lässt sich ein Großmarkt übrigens nicht, allerdings sollen manche der für St. Pölten geplanten Veränderungen in der Fläche auch in existierende Märkte übernommen werden. Außerdem ist bereits ein zweites Zero-Emission-Projekt in Planung. Umgesetzt wird der neue Markt gemeinsam mit Poppe*Prehal Architekten, die große Expertise bei der Konstruktion nachhaltiger Industriebauten hat. Externe Spezialisten beraten außerdem bei der Auswahl der Baumaterialien und der technologischen Möglichkeiten.

 

 

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