Frühjahrsputz

Effizient putzen mit METRO

Befreiendes Ritual – Der Frühjahrsputz ist in unserem Kulturkreis auch heute noch ein fixer Bestandteil im Haushaltsmanagement. Traditionell wird der Winter – und damit der ganze Dreck – aus dem Haus gekehrt. Denn die Frühjahrssonne bringt es gnadenlos an den Tag: Den schmierigen Dreck an den Fenstern, den grauen Staubflaum auf den Möbeln, den pickig-schwarzen Schmutzfilm auf den Fußböden.

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Ein Relikt aus grauer Vorzeit

Der Frühjahrsputz hat durchaus historische Wurzeln. Tatsächlich waren die Römer auch auf diesem Gebiet ziemliche Freaks. Sie putzten im großen Stil – vor allem im Februar. Das war der Reinigungs- und Bußemonat. Das Wort Februar lässt sich vom lateinischen Verb "februare" herleiten und bedeutet "reinigen". Februar bedeutete also Frühjahrsputz.

Der hatte nicht nur hygienische Gründe, sondern durchaus auch mystisch-symbolischen Charakter, denn mit den Säuberungsritualen sollten auch die Wintergeister aus dem Haus gejagt werden. Das spielte auch in unseren nördlicheren Breiten eine gewisse Rolle.

Ein wesentlich triftigerer Grund für den Frühjahrsputz war aber der gewaltige Ruß, der sich den Winter über auf die Wände, Böden und Möbel gelegt hat. Dazumal wurde das Essen ja vielfach noch auf offen befeuerten Öfen und Herdstellen gekocht. Dementsprechend kohlrabenschwarz war alles im Haus.


Dem Schmutz Paroli bieten

Laut einer IMAS-Studie zum Putzverhalten der Österreicher macht lediglich 8% das Putzen Spaß. 41% Prozent putzen weniger gerne, 14% Prozent sogar äußerst ungern.

Durchschnittlich verbringen Herr und Frau Österreicher immerhin acht Stunden pro Woche mit Reinigungsarbeiten.
Dem Schmutz Paroli bieten

Frühjahrsputz - Fehler vermeiden

Fehler vermeiden

Es gehört zu den größten Fehlern beim Hausputz, dass zu viele zu aggressive Chemikalien zum Einsatz kommen. "Aus hygienischer Sicht ist es nicht erforderlich, nach dem Benützen der Toilette oder deren Reinigung chlorhaltige Reinigungsmittel zu verwenden, denn damit werden keine Infektionen verhindert, sondern es belastet nur die Umwelt" so Prof. Dr. Franz Rehinthaler vom Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin in Graz.

Unfallfalle Frühjahrsputz

Schätzungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) zufolge verletzen sich 2.800 Personen jährlich beim Frühjahrsputz. Gründe dafür sind Überstrapazierungen. Auch Hektik und Bequemlichkeit können zum Verhängnis werden. 

"Es ist besser, einmal mehr die Leiter umzustellen oder Teleskopstangen zu verwenden, als durch Verrenkungen einen Sturz zu riskieren", rät Klaus Robatsch, Leiter Bereich Forschung/Wissenschaftsmanagemnt im KfV. Überhaupt sollte man beim Putzen trittsicher unterwegs sein.

Ratsam ist, beim Putzen Stress und Hektik zu vermeiden und Pausen einzulegen.


Zu viel des Guten

Immer wieder aktuell ist die Diskussion um den Einsatz von Desinfektionsmitteln im Haushalt, denn viele Reinigungsprodukte werden mit so genannten "keimvernichtenden" Substanzen angeboten. Wer aber mit "anitbakteriellen" Putzmitteln im Haushalt hantiert, schießt über das Ziel hinaus.

Neuste Studien haben gezeigt, dass die häufige Verwendung von Desinfektionsmitteln und übertriebene Hygiene das Asthmarisiko von Kindern erhöht. Eine andere Nebenwirkung von häufigem Einsatz zu aggressiver Putzmittel besteht darin, dass gewisse Bakterien Resistenzen entwickeln könne.

Frühjahrsputz - zu viel des Guten - mit METRO

Problemzone Küche

Der Ort, wo die meisten "Gefahren" in Form von Infektionen lauern, ist die Küche. Daher sollte der Küchenhygiene die größte Bedeutung zukommen. Insbesondere Lebensmittel wie rohes Fleisch, Eier, Fisch und Geflügel haben ein hohes Kontaminationsrisiko. Deshalb ist es wichtig, rohe und zubereitete Lebensmittel an getrennten Stellen mit getrennten Küchengeräten zu verarbeiten. Außerdem ist es ratsam Schwämme und Putzlappen häufig auszutauschen, da diese bei mikrobiologischen Untersuchungen regelmäßig die höchsten Keimzahlen beinhalten.

Zur Bakterien- und Keimschleuder kann auch der Kühlschrank werden. Pro Quadratzentimeter Fläche können sich hier bis zu zehn Millionen Bakterien tummeln. Deshalb sollte man den Kühlschrank alle paar Wochen gründliche auwischen.


Luftverschmutzung

Man mag es gar nicht glauben, aber die Luft zu Hause kann ziemlich Schadstoffbelastet sein – Bakterien, Bazillen, Viren, Rußpartikel, Haare, Hautschuppen, Milben, Pestizide, Pollen, allerlei Kleingetier wie Spinnen, Schaben und Ameisen, Dämpfe aus chemischen Verladungen von Möbeln, Fernseher und Computer sorgen für ein schlechtes Raumklima.

Im Schnitt kommen auf einen Kubikmeter Wohnungsluft an die zehn Millionen Staubpartikel. Hier schafft Lüften Abhilfe. Die Empfehlung: Zwei bis drei Mal täglich alle Fenster für drei bis fünf Minuten öffnen und die frische Luft durchziehen lassen.

Luftverschmutzung