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Was Bedeutet die LMIV für Österreichische gastronomen?


Die Allergeninformationsverordnung ist eine nationale Umsetzungsverordnung für die LMIV. Sie regelt die Information über

allergene Stoffe in verpackten Lebensmitteln und die
Information über Süßungsmittel in unverpackten Lebensmitteln.

Grundsätzlich kann der Gastwirt davon ausgehen, dass er sich auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der Deklarationen seiner Lieferanten (Hersteller und Händler) verlassen kann.

a. Wo finden sich die Informationen der Hersteller?

  • Verpackte Lebensmittel:

Jene Zutaten, die eine Allergie oder Unverträglichkeit auslösen können und bereits bisher am Etikett oder der Verpackung des Produktes deklariert waren, müssen nun besonders hervorgehoben werden (z.B. Fettdruck oder Unterstreichen). Bei fehlender Zutatenliste erfolgt die Auslobung der im Produkt enthaltenen Allergene durch einen ausdrücklichen Hinweis wie z.B. „enthält“ (…)


  • Unverpackte Lebensmittel:

Allergeninformation muss dem Kunden (Gast) mündlich oder schriftlich Verfügung gestellt werden.


  • Fernabsatz (Webshop):

Alle gesetzlich verpflichtenden Informationen sind dem Kunden vor Kauf zur Verfügung zu stellen.


b. Informationsweitergabe an den Endverbraucher (Gast)

Zu beachten ist, dass die Information dem Gast grundsätzlich zum Zeitpunkt der Bestellung verfügbar sein muss und es muss sorgfältig auf die Aktualität der Information im Sinne der Speisekarte geachtet werden. Es kann die Allergeninformationsweitergabe auf zwei Wegen erfolgen:


  • Schriftlich:

  • Aushang (Plakat, Poster, Tafel)
  • Schild (an oder neben der Speise)
  • Speise- oder Getränkekarte (Legende, Symbole, Abkürzungen)
  • in elektronischer Form (PDA)

Die schriftliche Information ist dann empfehlenswert, wenn nur ein eingeschränktes Angebot und/oder ein hoher Standardisierungsgrad bei den Produkten besteht (Würstelstand, Buffet, Cafeteria und Eissalons, Lokal mit Selbstbedienung, u.ä.).

Eine eigene Information (Kennzeichnung) ist dann nicht erforderlich, wenn sich die Bezeichnung des Lebensmittels eindeutig auf die betreffende Zutat bezieht oder die Präsentation des Lebensmittels auf das Vorhandensein dieser Zutat schließen lässt (z.B. Krabbencocktail, Milchshake, Selleriesalat, etc.)!

Für nähere Details und Empfehlungen für schriftliche Kennzeichnung auf der Speisekarte siehe www.allergeninfo.at.


  • Mündlich:

  • Es muss durch einen schriftlichen Hinweis („Unsere Mitarbeiter informieren Sie über mögliche Allergene in Ihren Gerichten“) dem Gast kommuniziert werden, dass mündlich Auskunft gegeben werden kann
  • Während der gesamten Öffnungszeit des Betriebes muss gewährleistet sein, dass mindestens ein Mitarbeiter anwesend ist, der nachweislich geschult Auskunft geben kann
  • Der Nachweis zur Schulung muss bis 13.12.2015 nachgebracht werden.