Das Tolle am Meer: Zarte Scholle

Die Scholle, die auch Goldbutt genannt wird, ist der bei uns bekannteste und wichtigste Vertreter der Plattfische. Schollen sind wegen ihres weißen, schmackhaften Fleisches äußerst beliebte Speisefische.

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Was man wissen scholle

AUSREICHEND NACHWUCHS

Das Fanggebiet der MSC-zertifizierten holländischen Fischerei liegt in der zentralen Nordsee, wo die Scholle derzeit so zahlreich wie noch nie vorkommt und ausreichend Nachwuchs für die kommenden Jahre produziert. Das verwendete großmaschige Netz erlaubt es kleinen Schollen, zu entschlüpfen und sich weiter fortzupflanzen.

INNOVATIVER FISCHFANG

Da die Scholle am Meeresboden lebt, kann sie nur mit Geräten gefangen werden, die ebenfalls nahe am Meeresboden eingesetzt werden. Die MSC-zertifizierte Fischerei praktiziert dabei eine relativ neue und ungewöhnliche Fangmethode: das Twin-Rig. Leichter als eine Baumkurre, übt das Twin-Rig weniger Druck auf den Meeresboden aus. Die Netze haben größere Maschenbreiten, um unerwünschten Beifang zu begrenzen.

VIELSEITIGER FISCH

Das magere Fleisch der Scholle ist weiß und zart, dabei aber trotzdem fest und reich an Eiweiß und Jod. Besonders geschätzt und begehrt ist die im Frühjahr gefangene Maischolle – ein wunderbar zartes und geschmackvolles Erlebnis für den Gaumen. Aus der Pfanne, dem Ofen oder vom Grill, gekocht oder gedünstet: Scholle eignet sich perfekt für vielseitige Kreationen.

Die Scholle und ihr Lebensraum

Heimisch ist die Scholle in der Nord- und Ostsee, im Nordatlantik und im westlichen Mittelmeer. Die Tiere bevorzugen kühles Wasser mit hohem Salzgehalt und leben in einer Tiefe von 100 bis 200 Metern, im Mittelmeer auch in einer Tiefe von bis zu 400 Metern. Schollen werden 30 bis 35 Zentimeter lang und bis zu zwei Kilogramm schwer.

Alle Plattfische legen Eier. Nach dem Schlüpfen besitzt die Larve die grundlegenden Eigenschaften und das Verhalten eines symmetrischen Fisches.

In einem gewissen Stadium der Entwicklung macht sich jedoch ein Auge der Scholle auf eine langsame Reise, die das Aussehen des Fisches auf typische Weise verändert: Das Auge wandert oben über den Scheitel auf die andere Körperseite und findet neben dem anderen Auge seine endgültige Position. Bei diesem Prozess nimmt auch der Kiefer nach und nach eine seitliche Lage an.

Je nachdem, auf welcher Seite sich die Augen befinden, ist ein Plattfisch links- oder rechtsäugig. Die dem Meeresboden zugewandte Unterseite wird als „Blindseite“ bezeichnet. Bei den meisten Arten ist die linke Seite die Blindseite, sie sind also rechtsäugig. Der „erwachsene“ Fisch liegt mit seiner Blindseite auf dem Meeresboden.
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